Bevor eine Schule ihre digitale Strategie entwickeln kann, muss sie wissen, wo sie steht. Das EduPraxis-Framework bietet ein wissenschaftlich fundiertes Instrument zur Selbstbewertung des digitalen Reifegrads — praxisnah, transparent und handlungsorientiert. Es ermöglicht Schulen, Stärken zu identifizieren und gezielte Entwicklungsmaßnahmen abzuleiten.
Die fünf Dimensionen
Digitale Reife ist kein eindimensionales Konzept. Unser Framework untersucht fünf zentrale Dimensionen, die gemeinsam ein vollständiges Bild des digitalen Entwicklungsstands einer Schule zeichnen. Jede Dimension wird auf einer Skala von 1 (Einstieg) bis 5 (Vorbild) bewertet.
Infrastruktur
Verfügbarkeit und Qualität der technischen Ausstattung: WLAN-Abdeckung, Endgeräte, Server, Netzwerk-Bandbreite und technischer Support. Eine stabile Infrastruktur ist das Fundament jeder Digitalisierung.
Kompetenzen
Digitale Kompetenzen des Kollegiums: Von der grundlegenden Medienkompetenz über didaktische Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Werkzeugen bis hin zur eigenständigen Gestaltung innovativer Lernszenarien.
Kultur
Die Offenheit der Schulgemeinschaft gegenüber digitalen Innovationen, die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und der Umgang mit Veränderungsprozessen prägen die digitale Kultur einer Schule.
Prozesse & Pädagogik
Der Digitalisierungsgrad administrativer Abläufe sowie die Integration digitaler Medien in den Unterricht: Werden digitale Werkzeuge systematisch genutzt oder nur punktuell eingesetzt?
„Man kann nur verbessern, was man messen kann. Unser Framework gibt Schulen erstmals ein objektives Werkzeug an die Hand, um ihre digitale Entwicklung gezielt zu steuern.“
— Prof. Martin Weber, EduPraxis
Bewertung und Priorisierung
Nach der Erhebung werden die Ergebnisse in einem Reifegradprofil visualisiert. Daraus lassen sich konkrete Handlungsprioritäten ableiten. Folgende Schritte empfehlen wir für die Auswertung:
Online-Selbstbewertung durch das gesamte Kollegium durchführen — anonymisiert und standardisiert
Ergebnisse im Reifegradprofil zusammenführen und Stärken-Schwächen-Analyse erstellen
Dimensionen mit dem niedrigsten Reifegrad als prioritäre Handlungsfelder identifizieren
Konkrete Maßnahmen für jede priorisierte Dimension formulieren und Verantwortliche benennen
Halbjährliche Wiederholung der Erhebung zur Fortschrittsmessung einplanen
Die häufigste Schwachstelle liegt nicht in der Infrastruktur, sondern in der Dimension Kultur. Schulen mit hervorragender technischer Ausstattung scheitern oft an mangelnder Veränderungsbereitschaft. Investieren Sie daher parallel zur Technik immer auch in Change Management und kollegiale Zusammenarbeit.
Fazit
Das EduPraxis-Framework macht digitale Reife messbar und gibt Schulen eine klare Orientierung für ihre Entwicklungsplanung. Es ersetzt Bauchgefühl durch datenbasierte Entscheidungen und schafft eine gemeinsame Sprache für den Digitalisierungsprozess.
Starten Sie noch heute mit der Erhebung — der erste Schritt zu einer evidenzbasierten digitalen Schulentwicklung ist einfacher, als Sie denken. Unser Self-Assessment-Tool steht allen Schulen kostenlos zur Verfügung.